Ketamin – Psychotherapie – Neuromodulation:

Synergien und neue Therapiekonzepte bei der Behandlung psychischer Störungen

Termin: 17. April 2021, 14:00 bis 18:00 Uhr, online (Zoom)
Teilnahmegebühr: 50€
CME-Punkte beantragt

Programm:

Mario Scheib:

Ketamin zur Behandlung von Depressionen, Suizidalität, Zwangsstörungen, PTBS und Suchterkrankungen.
Der Vortrag gibt einen Einblick in Geschichte und Wirkungsweise, Nebenwirkungen und Indikationseinschränkungen, sowie Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Indikationen: Depression, Suizidalität, Zwangsstörungen, Ängste und Suchterkrankungen. Anwendungskonzepte für Klinik und Praxis werden vorgestellt. Unterschiedliche Fälle werden im Video vorgestellt.

Sophie Adler:

Ketamin in Kombination mit Hypnose. Grundlagen und Fallbeispiel.
Sowohl Ketamin als auch Hypnose führen zu Dissoziationen. Diese dissoziativen Effekte können als Grundlage für eine Neustrukturierung des Denkens und Erlebens dienen. In der Synthese beider Verfahren lassen sich die Effekte der Ketaminbehandlung verstärken und stabilisieren. In einem Video wird ein typischer Therapieverlauf demonstriert.

Agne Brand:

Ketamin in Kombination mit EMDR. Grundlagen und Fallbeispiel.
Aufbauend auf der Definition von Trauma in der Psychotherapie wird EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) als Therapieverfahren vorgestellt und gegen andere Therapieformen abgegrenzt. Die Struktur der therapeutischen Arbeit und die Ergänzung durch Ketamin-Therapie wird anhand von Videos dargestellt.

Chiara Rolle:

Ketamin in Kombination mit Verhaltenstherapie. Grundlagen und Fallbeispiel.
Verhaltenstherapie ist ein Lernprozess ermöglicht durch Neuroplastizität und korrektive Erfahrungen in eine gute therapeutische Beziehung. Ketamin führt zu höherer Neuroplastizität und daher zu mehr Konzentration und Dauerbelastbarkeit. 
Die positive Effekte der Kombinationsbehandlung warden anhand eines klinischen Beispiels mit Diagnostik, Therapieveraluf und den konkreten Effekten während des Verlaufs beschrieben.

Maksym Yarmolenko:

Sprechen oder Pillen? Überlegungen zu Patientenerleben, Wechselwirkung, Indikation medikamentöser und psychotherapeutischer Behandlung
Die Medikamentengabe lässt sich als ein Teil der therapeutischen Beziehung begreifen und prägt somit den Behandlungsverlauf. Gleichzeitig beeinflusst die stoffliche Medikamentenwirkung die physiologischen Rahmenbedingungen. Anhand psychodynamischer und kognitiv-behavioraler Konstrukte wird das Patientenerleben im Hinblick auf individuelle Erwartungen und Befürchtungen untersucht.

Michael Feld:

Moderne Schlafdiagnostik zum Monitoring psychischer Störungen
Schlaf und die Störungen des Schlafes spielen eine entscheidende Rolle bei vielen psychischen und psychosomatischen Störungen. Eine moderne Schlafdiagnostik hilft bei der Auswahl geeigneter Therapieverfahren.

Annika Simlacher:

Nichtinvasive Neuromodulation in der Praxis: Neurofeedback, rTMS, tDCS
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Grundlagen, Evidenz, Sicherheit und Indikation von Neurofeedback, repetitiver transkranieller Magnetstimulation und transkranieller Gleichstromstimulation. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung des Schlafs bei diesen Therapien dargestellt. Zwei Fallbeispielen zu Neurofeedback und rTMS zeigen die praktische Anwendung.

Referenten:

Dr. med. Mario Scheib, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Instituto Dr. Scheib, Palma de Mallorca und Sotogrande, sowie Praxen in Berlin und München

Sophie Charlotte Adler, M.Sc., Psychologin und Hypnosetherapeutin
Praxis Dr. Scheib, Berlin

Chiara Rolle, M.Sc., Psychologische Psychotherapeutin
Praxis Dr. Scheib, München

Dr. med. Maksym Yarmolenko, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Praxis Dr. Scheib, Berlin

Dr. med. Michael Feld, Facharzt für Allgemeinmedizin, Somnologe (DGSM), Schlafmediziner
Praxis Frechen-Königsdorf

Annika Simlacher, M.Sc., Psychologische Psychotherapeutin
Neurocare Group, München

 

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